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Prozentangaben von CBD Ölen
31.May.2020

Prozentangaben von CBD Ölen

Was man zu den Prozentangaben von CBD Ölen wissen sollte

Das Cannabidiol (CBD) ist ein sogenanntes Phytocannabinoid der Hanfpflanze. Neuerdings wurden zahlreiche gesundheitsfördernde Eigenschaften dieses Wirkstoffes nachgewiesen. Konsumiert wird es meistens in Form von Ölen, welche immer eine bestimmte Prozentangabe ausgewiesen haben. Inwiefern diese Prozentangaben zuverlässig sind und welche Rolle die Bioverfügbarkeit spielt, soll im Folgenden beleuchtet werden.

 

Was die Prozente sagen

Auf CBD Ölen ist immer der jeweilige Anteil an reinem CBD aufgedruckt. Wenn also 5 % CBD ausgewiesen sind, besteht das jeweilige Präparat zu 5 % aus CBD. Auf 100 Gramm des jeweiligen Präparates folgen also 5 Gramm reines CBD.

Die reine Menge an CBD ist dabei nicht entscheidend. Viel wichtiger ist die Bioverfügbarkeit, welche maßgebend mit der Qualität und dem Sinn des Öls zusammenhängt. Die Bioverfügbarkeit gibt an, wie viel eines eingenommenen Wirkstoffs am Ende seine Wirkung im Körper entfaltet. Liegt diese Bioverfügbarkeit also bei sachten 3 %, so verwertet der Körper lediglich 3 % des eingenommen Wirkstoffes und der Rest ist verschwendet.

Bei CBD Ölen hängt die Bioverfügbarkeit zum Großteil von der Qualität des Öls ab. Im besten Falle sollte kaltgepresstes Hanfsamenöl vorliegen, in welchem durch das CO2-Extraktionsverfahren gewonnenes CBD gelöst ist. Optimalerweise schildern die jeweiligen Hersteller ihre Bioverfügbarkeit einfach aus. Prinzipiell haben Präparate auf Wasserbasis mit wasserlöslichem CBD die höchste Bioverfügbarkeit.

 

Und was ist mit dem THC?

Beim THC handelt es sich um den psychoaktiven Wirkstoff der Hanfpflanze. Dieser ist in Deutschland illegal und darf darum nur mit Anteilen von 0,2 % in legalen CBD Präparaten enthalten sein. In Österreich liegt die Grenze im Übrigen bei 0,3 %, weshalb einige österreichische Präparate in Deutschland illegal sind.

 

Die Analyseverfahren

Es gibt zahlreiche Verfahren, welche den CBD- und THC-Gehalt eines gegebenen Präparates ermitteln. Einige von diesen kann man ganz leicht zu Hause durchführen, wobei hier natürlich die Genauigkeit keinen professionellen Standards genügt. Ansonsten kann man sich auch zahlreiche Geräte kaufen, welche eine zuverlässige Analyse ermöglichen. Hier unterscheiden sich die Analysemethoden teilweise stark.

In offiziellen Labors wird hauptsächlich die High Performance Liquid Chromatography (HPLC) angewandt. In das Präparat mischt man jegliche Pflanzenteile, welche letzten Endes auch im Öl enthalten sein sollen. Aus dem CBD-Gehalt der Pflanzenteile lässt sich errechnen, wie viel am Ende im Öl enthalten sein wird. Häufig produziert man auch erst eine Paste, welche hohe Anteile an CBD aufweist. Anschließend löst man diese Paste in einem Öl, optimalerweise in Hanfsamenöl.

Anfangs werden die Pflanzenteile mit Ethanol vermischt. Das entstandene Gemisch wird im Anschluss unter hohem Druck in ein Rohr gepumpt, welches bestimmte Moleküle enthält, die spezifische andere Moleküle anziehen. Am Ende des Rohres befindet sich ein Detektor. Dieser stellt fest, zu welchen Zeitpunkten die jeweiligen Teilchen ankommen. Bestimmte Teilchen werden nun von den im Rohr enthaltenen Molekülen angezogen und erreichen den Detektor dementsprechend später.

Diese Messung findet über die Absorbierung von UV-Licht statt. Jedes Molekül hat ein bestimmtes Muster, nach welchem es UV-Licht absorbiert und dementsprechend lassen sich einzelne Moleküle genau identifizieren.

Bei Eintritt in den Detektor wird über die UV-Absorbierung die Distanz zwischen den einzelnen Molekülen gemessen. Zwischen Wirkstoffen wie dem THC und CBD bildet sich ein charakteristischer zeitlicher Abstand, welchen der Detektor zur Einteilung des jeweiligen Moleküls verwertet.

Da es sich beim Hanf um ein Naturprodukt handelt, verändert sich das Profil an Wirkstoffen geringmäßig. Grundsätzlich hängt der CBD-Gehalt vom jeweiligen Strain ab. Es gibt unterschiedliche Sorten der Cannabispflanze, welche unterschiedliche Mengen und Verhältnisse an Wirkstoffen produzieren. Derartige Strains tragen Namen wie White Widow, Black Widow, Gorilla Zkittlez, Purple Haze und so weiter. An erster Stelle hängt der CBD-Gehalt also vom Strain ab, Hersteller verwenden normalerweise für ein Präparat auch nur einen Strain, den sie beibehalten. Auch innerhalb desselben Strains kann der CBD-Gehalt jedoch schwanken.

Diese Schwankungen berufen sich auf natürliche Gründe. An dieser Stelle sollte man die Hanfpflanze wie Weintrauben betrachten. Während dem Anbau sind besonders metrologische Aspekte wichtig, so unter anderem die Sonneneinstrahlung, die richtigen Temperaturen, ausreichend Regen und dergleichen. Nun liegen von Charge zu Charge immer neue Wetterbedingungen vor.

Bei der Herstellung der jeweiligen Präparate probieren zuverlässige Hersteller, den angegebenen CBD-Gehalt möglichst genau zu treffen. Unter anderem kann man das erreichen, indem man etwaige Umwelteinflüsse möglichst ausschließt, indem man bspw. den Anbau in Gewächshäuser verlegt.

 

Analysenzertifikate sorgen für Gewissheit

In den sogenannten Analysenzertifikaten werden die enthaltenen Wirkstoffe eines Präparates nachgewiesen. In der Regel wird das Gewicht bzw. das Volumen der untersuchten Probe ausgewiesen sowie die nachgewiesenen Mengen der jeweiligen Wirkstoffe. Jeder Konsument kann also nachlesen, welche Cannabinoide in welchen Mengen im Präparat enthalten sind. Zu beachten ist, dass ein Anteil von über 0,2 % THC in einem CBD Produkt in Deutschland illegal ist.

 

Quellen:

https://hanf-im-glueck.shop/cbd-fragen-und-anworten/

https://cannalin.de/app/uploads/2019/08/CBD-Ol-Analysenzertifikat-2-5.pdf

https://cannalin.de/p/cbd-ol-2-5/

https://www.thc.guide/wie-sich-thc-und-cbd-gehalt-im-cannabis-testen-lassen-1089/

https://www.leafly.com/news/science-tech/how-does-thc-cbd-lab-testing-work

https://www.hanfanalytik.at/analyse