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Europa zu CBD Gras!
30.May.2020

Europa zu CBD Gras!

Wie steht Europa zu Gras?

Immer wieder ist von Legalisierungen die Rede, obwohl in Europa noch kein Land Cannabis für den Privatgebrauch legalisiert hat. Auch in den Niederlanden und in Portugal wurde die Droge lediglich entkriminalisiert. Wo man jedoch Gras auf Rezept erhalten kann und wo man nicht befürchten muss, für seinen Joint ins Gefängnis wandern zu müssen, soll im Folgenden beleuchtet werden.

 

Wo darf ich offen Gras konsumieren?

In zahlreichen europäischen Ländern ist der Hanf lediglich entkriminalisiert. Wie das im Detail aussieht, haben einzelne Staaten unterschiedlich festgelegt. Zu diesen Staaten zählen auf jeden Fall Portugal, Spanien, die Niederlande, Italien, die Tschechische Republik, Österreich, Schweiz, Estland, Belgien, Slowenien und Kroatien.

Zahlreiche Länder setzen immer noch eine Strafe auf den Besitz von Cannabis aus, in den meisten Fällen muss jedoch nur eine Geldstrafe beglichen werden. Als Krimineller wird man wegen dem Besitz von Cannabis nicht mehr deklariert, eine strafrechtliche Verfolgung findet nicht statt.

In den Niederlanden beispielsweise verbleibt Cannabis illegal, der Besitz von bis zu fünf Gramm wird jedoch geduldet. In Coffeeshops dürfen Cannabisprodukte unter bestimmten Auflagen und mit einer Lizenz verkauft werden. Skurrilerweise müssen sich Coffeeshops ihr Kush dennoch vom Schwarzmarkt besorgen, da die Produktion von Cannabis in den Niederlanden nach wie vor illegal bleibt. Aufgrund einer breiten gesellschaftlichen Akzeptanz gegenüber der Pflanze fällt die Strafverfolgung in diesem Bereich jedoch eher locker aus. Bereits im September 2003 wurde Medizinalhanf legalisiert.

Auch in Italien ist der Konsum der Droge nicht mehr strafbar, er wird jedoch verwaltungsrechtlich verfolgt. Folglich kann einem bspw. trotzdem der Führerschein oder die Aufenthaltsgenehmigung entzogen werden. Selbst der Besitz ist legal, solange das Gras nachweislich für den Eigengebrauch gedacht ist. Hier können bereits geringe Mengen verfolgt werden, insofern Indizien für eine verkäuferische Tätigkeit bestehen, so bspw. Bargeld oder eine Feingrammwaage. Der Eigenanbau ist seit Neuestem erlaubt, jedoch auch nur für den Eigengebrauch. Im Übrigen unterscheidet die italienische Gesetzgebung scharf zwischen weichen und harten Drogen. Wer z.B. Heroin vertreibt, kriegt eine um ein Vielfaches härtere Strafen als ein schlichter Grasticker.

Dass eine Entkriminalisierung in der Tschechischen Republik stattgefunden hat, ist Grund für viel Verwunderung. Auch hier wird der Besitz, wenn überhaupt, nur mit Geldstrafen geahndet. Generell ist Tschechien gegenüber Drogen offen eingestellt, auch härtere Drogen werden strafrechtlich kaum verfolgt. Wer mehr als fünf Pflanzen anbaut oder mehr als zehn Gramm mit sich führt, muss Schlimmeres als eine kleine Geldstrafe erwarten. Tatsächlich besteht in Tschechien ein reger Cannabis- bzw. Drogentourismus.

Als Vorreiter der Entkriminalisierungen ist Portugal anzusehen. Hier ist der Besitz von bis zu 25 Gramm Marihuana oder fünf Gramm Hasch entkriminalisiert. Des Weiteren ist nicht nur Medizinalhanf legalisiert, der Gebrauch jeglicher Drogen wird seit 2001 nicht verfolgt.

Eine weitere einzigartige Gesetzeslage findet sich in Spanien. Der Eigenverbrauch auf privaten Grundstücken wird hier nicht gefahndet. Dementsprechend ist auch der Anbau erlaubt, solange man die Pflanzen als Außenstehender nicht bemerken kann. Wer bspw. Gras vertreibt, schmuggelt oder einer anderen Tätigkeit nachgeht, welche nicht für den Eigenverbrauch nötig ist, muss sich nach wie vor für seine Straftaten behaupten. Ein besonderes Phänomen sind sogenannte Cannabis Social Clubs. Schon länger bauen Mitglieder dieser Clubs nicht nur Hanf an, sondern konsumieren diesen auch. Zwischenfälle mit der Justiz gab es zwar, grundsätzlich muss man als Mitglied eines solchen Clubs jedoch keine Angst vor dem Vater Staat haben.

Wie andere Nationen ihre Entkriminalisierung handhaben, muss im Detail nicht näher ausgeführt werden. Prinzipiell werden kleinere Mengen toleriert und strafrechtlich nicht verfolgt. Eine Verbreitung wie in den Niederlanden findet sich dennoch in fast keinem anderen europäischen Land. Nirgendwo sonst ist der öffentliche Vertrieb von Cannabisprodukten derart gesellschaftlich anerkannt wie in den Niederlanden.

 

Mach, dass du hier wegkommst!

In einigen europäischen Ländern kann im Einzelfall von einer strafrechtlichen Verfolgung abgesehen werden. Bei diesen Ländern handelt es sich um Deutschland, Polen und Finnland. In Deutschland bspw. muss der jeweilige Polizist den Besitz von geringen Mengen nicht zur Anzeige bringen. Insofern klar ist, dass das Cannabis lediglich für den Eigengebrauch genutzt wird und bestimmte Gewichtsgrenzen nicht überschritten werden, sehen die meisten Polizisten von einer Verfolgung ab. Was als eine geringe Menge anzusehen ist, variiert jedoch von Bundesland zu Bundesland. Des Weiteren legt man hier dem individuellen Polizisten das Entscheidungsrecht in die Hände.

Ähnlich verhält es sich in Polen, dort können Gesetzeshüter von einer Bestrafung absehen, wenn es sich um geringe Mengen handelt. In Polen findet das am häufigsten statt, wenn der Besitzer nachweislich drogenabhängig ist oder es sich um seine erste gesetzliche Auffälligkeit handelt. In Finnland verhält es sich ähnlich, kleine Mengen werden schlichtweg fast nie verfolgt.

 

Ich fühle mich krank!

Unerwartet wenige Länder haben den medizinischen Gebrauch von Cannabis legalisiert. Jedenfalls zählen zu diesen Ländern Portugal, Großbritannien, Irland, Norwegen, Finnland, Polen, Deutschland, die Niederlande, Italien, Griechenland, Nord-Mazedonien, Schweiz, Österreich, Litauen und Dänemark.

In der Regel muss man sich hier in jedem Land ein Rezept verschaffen, um anschließend therapeutisches Marihuana zu erhalten. Für welche Krankheiten man Medizinalhanf verschrieben bekommt, unterscheidet sich in den einzelnen Ländern und auch dort noch von Arzt zu Arzt.

 

Quellen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Legality_of_cannabis

https://www.bild.de/politik/ausland/marihuana/marihuana-erlaubt-oder-nicht-kiffer-atlas-34040574.bild.html

https://praxistipps.chip.de/cannabis-legal-in-diesen-laendern-ist-kiffen-erlaubt_111906

https://www.welt.de/politik/ausland/article204608330/Als-Eigenbedarf-Italien-erlaubt-den-Cannabis-Anbau-fuer-daheim.html